| CKW - Chlorierte Kohlenwasserstoffe |
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| Chlorierte Kohlenwasserstoffe haben dem Ruf der Chemie in den letzten Jahren etwas geschadet. Viele dieser Stoffe wurden lange Zeit ziemlich unkritisch eingesetzt, da man nur ihren Nutzen sah - mittlerweile kennt man auch ihre Nachteile und geht mit Ihnen zum Teil schon vorsichtiger um. |
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Der Spiegel
vom 16. 8. 1999 berichtete:
Eisbären haben grosse Mengen von Chlorverbindungen im Fettgewebe, Eskimobabies trinken Muttermilch, deren Gehalt an giftigen Chlorverbindungen viel zu hoch ist. Die giftigen Chlorverbindungen verdunsten in den wärmeren Gegenden der Welt und kondensieren in der kalten Arktis. |
| Chlorierte KWSt. wurden/werden verwendet : | zur
Herstellung von Kunststoffen (PVC)
als Lösungsmittel ("Chemische Putzerei") als Treibgas (Spraydosen) als Kühlmittel (Klimaanlagen, Kühlschränke als Insektizid (DDT, Lindan) als Fungizid (Pentachlorphenol) als Betäubungsmittel (Chloroform) in Feuerlöschern (vor allem FCKW) etc. |
| Teilweise ist die Verwendung
in zivilisierten Ländern verboten oder eingeschränkt. Da es aber
"Altlasten" gibt und die Herstellung bzw. Anwendung nicht in allen Ländern
geregelt ist, gibt es immer wieder größere oder kleinere Skandale
um CKW (chlorierte Kohlenwasserstoffe).
Ein weiteres Problem stellen CKW in den Abgasen von Müllverbrennungsanlagen dar, obwohl sich dieses Problem durch eine entsprechende Rauchgasreinigung ohne weiteres lösen lässt. |
| Probleme mit CKW: | einige
sind giftig
einige sind krebserregend einige sind erbgutverändernd einige fördern den Treibhauseffekt einige schädigen die Ozonschicht |
| Dichlormethan
"Methylenchlorid" |
Trichlormethan
"Chloroform" |
Tetrachlormethan
"Tetrachlorkohlenstoff" |
Chlorethan
"Ethylchlorid" |
CH2Cl2 |
CHCl3 |
CCl4 |
C2H5Cl |
| Lösungsmittel, früher zum Entcoffeinieren von Kaffee | früher zur Narkose benutzt, führt zu Leberschäden | früher als Fleckputzmittel verwendet, sehr giftig | wird zum "Vereisen"
verwendet |
| Trichlorethen
"Trichlorethylen" |
Tetrachlorethen
"Perchlorethylen" |
Chlorethen
"Vinylchlorid" |
1,1,1-Trichlorethan |
C2HCl3 |
C2Cl4 |
C2H3Cl3 |
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| Lösungsmittel für Putzereien und Metallverarbeitung | Lösungsmittel für Putzereien und Metallverarbeitung | Ausgangsstoff für die PVC-Herstellung, krebserregend | früher Lösungsmittel für Korrekturlack |
| Diese Stoffe sind als Lösungsmittel
so gut geeignet, da sie schnell verdampfen und nicht brennbar sind, allerdings
sind sie betäubend, giftig und umweltschädlich. Als Alternative
bieten sich Kohlenwasserstoffe ohne Chlor ("Putzbenzin", "Wundbenzin",
etc.) an. Diese sind allerdings leicht entzündlich und daher gefährlich.
In modernen Putzereien wird das Lösungsmittel nach dem Reinigungsvorgang destilliert und wieder verwendet. Als Treibgase und Kühlmittel wurden vor allem Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe ("FCKW") eingesetzt. Diese sind in zivilisierten Ländern mittlerweile verboten und werden durch Propan und Butan ersetzt. Allerdings gefährdet man nun mit einer Spraydose nicht mehr die Atmosphäre, sondern bei unsachgemässen Umgang sich selbst. Propan und Butan bilden explosive Gemische mit Luft. |
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| Kohlendioxid als Ersatz von CKW: |
| Flüssiges Kohlendioxid (gibt es nur unter besonderen Druck- und Temperaturbedingungen) wird schon seit langer Zeit bei der Herstellung von coffeinfreiem Kaffee verwendet, um das Coffein aus dem Kaffee zu lösen. Neuerdings hat die Firma Linde eine Methode entwickelt mit der die umweltschädlichen chlorierten Kohlenwasserstoffe bei der Kleiderreinigung durch flüssiges Kohlendioxid ersetzt werden können. |
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| [1,1,1-Trichlor-2,2-bis(4-chlorphenyl)ethan]
"DDT" |
1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclohexan
"Lindan" |
Pentachlorphenol
"PCP" |
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| Insektizid (Gift gegen Insekten), giftig für Menschen, wird zur Bekämpfung der Malaria-Erreger eingesetzt. | Insektizid, Holzschutzmittel, giftig für Menschen. | wurde früher zum Holzschutz
verwendet
krebserregend, in Österreich und BRD verboten. |
| Es gibt
auch Pestizide (Insektizide gegen Insekten, Herbizide gegen "Unkräuter",
Fungizide gegen Pilze, etc.) also Mittel gegen tatsächliche oder vermeintliche
Schädlinge, die anders aufgebaut sind (ohne Chlor). Sie sind nicht
weniger giftig. Viele dieser giftigen Stoffe sind in Österreich und
in der BRD verboten oder nur eingeschränkt erlaubt. Allerdings werden
diese Stoffe in anderen Ländern noch verwendet und gelangen mit ausländischen
Produkten auch zu uns.
Es wurden mittlerweile auch ungiftige Methoden der Schädlingsbekämpfung entwickelt, diese Methoden sind jedoch arbeitsintensiver und teurer (nähere Informationen dazu gibt es auf den Homepages der großen Chemiefirmen, wie BASF, Novartis, etc.) |
Kurier (Wien) 4. 12. 2004 |
| 2,3,7,8-Tetrachlordibenzo[1,4]dioxin
"Dioxin"
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Es gibt über
hundert ähnliche Verbindungen (Dioxine), die alle giftig sind.
Sie wurden bekannt, als sie im Vietnam-Krieg als "Agent Orange" in Entlaubungsmitteln eingesetzt wurden. In den 70er-Jahren gab es einen Chemieunfall in Italien, bei dem Dioxin austrat. Mittlerweile weiß man, dass bei Verbrennungen von Kohlenstoff-Verbindungen in Gegenwart von Chlor Dioxine entstehen. Bei Müllverbrennungsanlagen lässt sich Dioxin in den Abgasen mit entsprechenden Rauchgasreinigungsanlagen vermeiden. Bei Bränden entsteht aus PVC neben HCl auch Dioxin. Cu wirkt als Katalysator. |
Kurier (Wien) 3. 12. 2004 |
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| CKW und die Atmosphäre |
| Treibhauseffekt
Der Treibhauseffekt ist an
sich etwas Positives: Unsere Atmosphäre hält einen Teil der eingestrahlten
Sonnenenergie zurück und dadurch kühlt die Atmosphäre in
der Nacht nicht zu sehr ab. Sie wirkt wie ein Glashaus.
Es gibt immer wieder internationale Konferenzen um die Emissionen von Treibhausgasen zu verringern, allerdings kam es bisher aufgrund wirtschaftlicher Interessen kaum zu Fortschritten. Die Verwendung von CKW wurde allerdings in einem Teil Europas und in den USA stark eingeschränkt. |
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| Das
"Ozonloch"
Neben N2O (Lachgas)
aus der Landwirtschaft und den Abgasen von Düsenflugzeugen schädigen
vor allem CKW die Ozonschicht.
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